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Atemnot bei Anstrengung, Kurzatmigkeit bei körperlicher Anstrengung, Ursachen und Behandlung

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Mann mit Brustschmerzen und Atemnot Pathophysiologie der Atemnot unter Belastung

Atemnot unter Belastung wird durch verschiedene Faktoren verursacht. Der Schlüsselfaktor ist jedoch eine geringe Sauerstoffversorgung des Körpers, unter der alle Personen mit diesem Symptom leiden. Zwei wichtige Faktoren sind Mundatmung und Brustatmung. Beide reduzieren die Sauerstoffversorgung von Körper und Gehirn und schaffen die Empfindung, nicht genug Luft zu bekommen (Kurzatmigkeit).
Das Symptom tritt ebenfalls auf bei Menschen mit Herzerkrankungen und Krebs. Aber auch Diabetes, COPD, Asthma oder Bronchitis und viele andere chronische Erkrankungen werden von Atemnot und Kurzatmigkeit bei Belastung begleitet.
Warum das Symptom bei kranken Personen auftritt, nicht aber bei gesunden, geht aus dem folgenden Schaubild hervor.

Lungenbelüftung bei chronisch Kranken

ÄrzteGesunde Menschen atmen, wie auf der Tafel zu sehen, etwa 6-8 Liter Luft pro Minute. Kranke Menschen dagegen atmen 16 Liter und mehr, das heißt, sie überbelüften die Lunge (Hyperventilation). Chronische Hyperventilation (häufig aufgrund einer unbewussten tiefen Atmung) führt zu alveolärer Hypokapnie, was ein Absinken des Sauerstoffgehaltes der Zellen verursacht. Da jede Form der Belastung zusätzlichen Sauerstoff verlangt, haben Menschen, die chronisch hyperventilieren deshalb Probleme mit der Atmung bis hin zur Atemnot.
Die gesunde oder normale Atmung in Ruhe ist ruhig, klein und langsam. Eine gesunde Person von 70 kg atmet pro Atemzug etwa 500 ml Luft ein. Bei 10-12 Atemzügen ergibt das ein Gesamtvolumen von 6 Litern pro Minute. Die gesunde Atmung ist mithin kaum spürbar. Patienten mit Atemnot hingegen atmen gewöhnlich über 18 Mal in der Minute mit einem Gesamtvolumen von 12 Litern und mehr (also mindestens das Doppelte der medizinischen Norm).
Überatmung steigert aufgrund der hohen Minutenventilation erheblich den Arbeitsaufwand der Atempumpe und verursacht neben der Atemnot viele weitere unerwünschte Effekte.
Mechanismus der Atemnot/Kurzatmigkeit

Faktoren, die die Atemnot verschlimmern:
– Mundatmung, da sie die Verfügbarkeit von Stickoxid (NO), sowie den Gehalt an CO2 in den Alveolen reduziert.
– Brustatmung, da sie zur Verminderung der Sauerstoffsättigung des arteriellen Blutes führt
– Chronische Entzündungen und Sputum in den Atemwegen, die wiederum zu weiterer Verengung oder Verkrampfung und Behinderung des Luftflusses führen
Kommt es im Ruhezustand zu anaerober Zellatmung (Verbrennung ohne Sauerstoff) und erhöhten Blutlaktatwerten, dann verschlechtert sich bei körperlicher Anstrengung der Gasaustausch. Das führt zu weiterer Überatmung mit zusätzlichen Verlust an Kohlendioxid in den Alveolen. Es entsteht ein Negativfeedback in der Atemkontrolle, der Sauerstoff-gesteuerte Atemantrieb übernimmt die Kontrolle anstelle des Kohlendioxid-gesteuerten Atemantriebs. Im Gehirn erkennen die entsprechenden Rezeptoren eine niedrige Sauerstoffkonzentration und lösen Hunger nach Luft aus, mit der Folge, dass der Organismus versucht die Ventilation zu erhöhen. Die Atmung wird noch tiefer und schwerer.

Behandlung der Atemlosigkeit bei Belastung

Das folgende YouTube Video „Dyspnoe“ erklärt Ursachen und Behandlung von Dyspnoe bei Menschen mit chronischen Erkrankungen.

In zahlreichen Studien konnten signifikante Verbesserungen erreicht werden durch den Einsatz verschiedener Atemtechniken und Atemtrainingsgeräte, mit deren Hilfe das automatische Atemmuster in Ruhe verlangsamt, die Hyperventilation reduziert und die Sauerstoffaufnahme verbessert werden konnte.
Um Atemprobleme in Ruhe und unter Belastung loszuwerden, müssen Dyspnoe-Patienten einen bestimmten Wert im do-it-yourself Sauerstofftest erreichen.
Diesen Wert finden Sie im Bonusinhalt.

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Überarbeitet am 26.10.17